Barack Obama bringt Demokraten mit Wahlkampfauftritt für Abdul El-Sayed gegen sich auf

Barack Obama
Barack Obama wollte dem demokratischen Senatskandidaten Abdul El-Sayed in Detroit Schützenhilfe geben – doch ausgerechnet innerhalb der eigenen Partei sorgt sein Auftritt für Unruhe. Der frühere US-Präsident trat am Wochenende gemeinsam mit dem umstrittenen Bewerber auf und warb damit für dessen Kandidatur bei den Zwischenwahlen 2026. Kritiker befürchten laut dem Bericht, Obama habe einem Politiker zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft, dessen Positionen viele Demokraten ablehnen. Bei der Veranstaltung sprach Obama darüber, dass El-Sayed wegen seines Namens Anfeindungen erlebe, und zog einen Vergleich zu seinen eigenen Erfahrungen. Außerdem machte er sich über Donald Trump lustig: Das vergoldete Weiße Haus sehe aus, als hätte der frühere irakische Machthaber Saddam Hussein eine Filiale der Restaurantkette Cheesecake Factory eröffnet. Anschließend posierten Obama und El-Sayed gemeinsam vor den Kameras. Die Hoffnung der Kampagne: Obamas Bekanntheit soll dem Kandidaten im Rennen gegen den Republikaner Mike Rogers helfen. Besonders umstritten sind El-Sayeds Äußerungen zum Gaza-Krieg. Er bezeichnet Israels Vorgehen dort als „Völkermord“ und macht die amerikanische Unterstützung für Israel auch für finanzielle Belastungen der US-Bevölkerung verantwortlich. Auf die Frage, ob der Iran oder Israel eine größere Gefahr für die Vereinigten Staaten sei, habe er sich nicht festlegen wollen. Vorwürfe zu angeblichen Verbindungen mit radikalislamischen Organisationen wie der Muslimbruderschaft werden ebenfalls im Bericht erwähnt; eine solche Verbindung sei allerdings nicht nachgewiesen. Auch wirtschaftspolitisch steht El-Sayed dem linken Parteiflügel nahe. Republikaner nutzen seine Positionen als Angriffsfläche: Trump nannte ihn einen „Dschihadisten“ und sagte, für ihn müsse man Metalldetektoren aufstellen. Innerhalb der Demokraten gehen die Sorgen über den Wahlkampf hinaus. Ein anonym zitierter Parteigänger fürchtet, El-Sayed könne als Senator die Auseinandersetzung zwischen Progressiven, Sozialisten und moderaten Kräften verschärfen – und wirft Obama vor, mit seiner Unterstützung in diesen Richtungsstreit eingegriffen zu haben. Besonders drastisch ist laut Bericht die Einschätzung, manche Demokraten würden El-Sayed lieber verlieren sehen, selbst wenn dadurch die erhoffte Mehrheit im Senat gefährdet wäre. Obamas Wahlkampfhilfe sollte den Kandidaten stärken. Stattdessen entfacht sie eine Debatte darüber, welche politischen Positionen die Partei im Rennen um den Senat vertreten will.
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Was wir bisher wissen

Barack Obama var USA:s president 2009–2017 och följs fortsatt av pressen för sina kampanjframträdanden och sin kritik av Donald Trump. I höstens valrörelse rapporteras hans utspel både väcka skratt och skapa oro inom det egna partiet.