Gianni Infantino gewinnt Gehaltsstreit: „The Times“ entschuldigt sich nach brisantem WM-Bericht

Gianni Infantino
FIFA-Präsident Gianni Infantino kann im Streit um ein angebliches zusätzliches WM-Gehalt einen Erfolg verbuchen. Wie die Quelle berichtet, hat sich die britische Zeitung „The Times“ im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung entschuldigt. Zuvor hatte die Meldung international für Aufsehen gesorgt: Demnach soll Infantino ein mit der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada verbundenes „zweites Gehalt“ von 1,72 Millionen US-Dollar erhalten und dieses nicht offengelegt haben. Die Zeitung hatte sich laut Quelle dabei auf ein Formular der US-Steuerbehörde IRS bezogen. Die FIFA wies die Darstellung allerdings zurück. Der Verband erklärte laut Quelle ausdrücklich, dass er seinem Präsidenten kein zweites Gehalt zahle und sämtliche Berichtspflichten rund um Infantinos Vergütung erfülle. Für zusätzliche Aufmerksamkeit hatte gesorgt, dass die mutmaßliche Zahlung dem Bericht zufolge nicht im FIFA-Finanzbericht auftauchte. Mit der nun gemeldeten Entschuldigung der „Times“ erhält der Streit um diesen Punkt eine entscheidende Wendung zugunsten Infantinos. Ganz erledigt ist der politische Ärger rund um den FIFA-Chef damit laut Quelle jedoch nicht. Das Gehaltsthema gehört demnach zu einem Fragenkatalog der UEFA, den Infantino bis zum 2. November beantworten soll. Darin gehe es außerdem um den geplanten Verkauf kommerzieller Rechte an FIFA-Wettbewerben wie WM und Klub-WM an einen US-Investor. Weitere Fragen beträfen laut Bericht den von Infantino geschaffenen und an US-Präsident Donald Trump vergebenen FIFA-Friedenspreis sowie die nach einem Anruf Trumps bei Infantino zurückgenommene Rot-Sperre des US-Nationalspielers Folarin Balogun im WM-Achtelfinale gegen Belgien. Beim Vorwurf eines geheimen zweiten Gehalts hat sich die Ausgangslage nach Darstellung der Quelle nun aber deutlich verändert.
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Was wir bisher wissen

Gianni Infantino ist ein italienisch-schweizerischer Sportfunktionär und FIFA-Präsident. Die Presse verfolgt ihn unter anderem wegen eines Streits um ein angebliches zusätzliches WM-Gehalt und seiner Auftritte bei Turnieren.