Gitta Lindemann ist tot: Till Lindemanns Mutter wurde 87 Jahre alt

Gitta Lindemann
Die Journalistin und Lyrikerin Gitta Lindemann ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Sie starb am Wochenende in ihrem Zuhause in Nordwestmecklenburg, wie der NDR unter Berufung auf ihre Familie berichtete. Bekannt war sie auch als Mutter des Rammstein-Sängers Till Lindemann und als Ehefrau des DDR-Schriftstellers Werner Lindemann. Gitta Lindemann wurde 1939 in Dresden geboren. Ihre Begeisterung für Bücher führte sie nach eigenen Worten auf den neuen Partner ihrer Mutter zurück, einen Lehrer, der sie zum Lesen ermutigte. Auch für ein Journalistikstudium in Leipzig bestärkte er sie. Von 1957 bis 1962 studierte sie dort. 1968 zog sie wegen Werner Lindemann in den Norden Deutschlands. Sie arbeitete beim Radio der DDR in Neubrandenburg und pendelte mit den beiden Kindern zum Familienhaus in Drispeth bei Schwerin. Nach dem Fall der Mauer änderte sich ihr berufliches und privates Leben. Die Werke ihres Mannes wurden nicht mehr verlegt; 1993 starb er. Zu dieser Zeit übernahm Gitta Lindemann die Leitung der Kulturredaktion beim NDR Mecklenburg-Vorpommern. Dort rief sie das «Literatur-Café» ins Leben und beschäftigte sich im Format «Kunstkaten» mit Kultur aus der Region. Bis 2002 leitete sie die Redaktion. Auch danach blieb sie der Literatur verbunden und veröffentlichte eigene Texte. 2023 erschien ihr Buch «Meine Fensterplätze», in dem sie Erinnerungen aus ihrem Leben festhielt. Im Frühjahr stellte sie auf der Leipziger Buchmesse ihren Lyrikband «Lautlos» vor und las daraus das Gedicht «Himmel». Der NDR-Bericht über ihren Tod würdigt damit eine Frau, die über Jahrzehnte im Rundfunk und als Autorin tätig war. Eine öffentliche Stellungnahme ihres Sohnes Till Lindemann wird im Artikel nicht erwähnt.
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