Kylian Mbappé: Chinas TV-Sender stoppt Übertragungen nach umstrittener Meme-Aussage

Kylian Mbappé steht wegen einer Äußerung über ein Internet-Meme in China in der Kritik. Wie das Nachrichtenportal „The Paper“ unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der staatlichen China Media Group berichtet, hat der chinesische Sender CCTV die Übertragung von LaLiga-Spielen vorerst ausgesetzt. Die Maßnahme betreffe demnach auch Partien, an denen der Real-Madrid-Star beteiligt ist.
Zudem seien Werbespots mit dem französischen Fußballer aus dem Programm genommen worden. Seit wann der TV-Stopp genau gilt, sei laut Bericht bislang nicht bekannt. Auch ist offen, ob weitere Anbieter in China ähnliche Schritte unternehmen. LaLiga hatte zuvor eine Vereinbarung mit dem Streamingdienst China Mobile Migu geschlossen, die Übertragungen sämtlicher Ligaspiele bis zur Saison 2029/30 vorsah.
Auslöser war ein Interview in der französischen Sendung „The Bridge“. Dort wurde Mbappé gefragt, welches Meme über ihn ihn besonders amüsiert habe. Er erzählte von einer Bildmontage, auf der sein Gesicht dem eines chinesischen Diktators überlagert worden sei. Die Bemerkung löste in China Empörung aus; mehrere Unternehmen beendeten laut Artikel ihre Werbepartnerschaften mit ihm.
LaLiga-Präsident Javier Tebas reagierte auf X mit einer Entschuldigung. Er erklärte, die Liga bedauere Mbappés Äußerungen, nehme die ausgelöste Verärgerung ernst und wolle sich beim chinesischen Volk entschuldigen.
Auch Mbappé selbst äußerte sich auf X. Er bezeichnete seine Aussage als unüberlegt und räumte ein, dass sie Menschen in China und chinesische Gemeinschaften weltweit verletzt haben könne. Dafür bat er um Entschuldigung. Wie lange CCTV die Übertragungen aussetzt und ob die Entscheidung weitere Folgen für die Liga oder den Spieler hat, war dem Bericht zufolge zunächst unklar.
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