Lennart Karls Jubel sorgt für Gesprächsstoff: Was Matthäus hinter der Geste vermutet

Nach seinem Treffer gegen Atlético Madrid stand nicht nur Lennart Karls Leistung im Mittelpunkt. Der 18-Jährige jubelte, indem er beide Hände an die Ohren legte und mit dem Mund Sprechbewegungen machte. Viele deuteten die Szene als Antwort auf die jüngste Kritik von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Sportvorstand Max Eberl an Karls Leistungen und seinem Auftreten.
Auch Lothar Matthäus beschäftigte sich in der Sendung „Lothar legt los“ mit dem Jubel. Der frühere Weltmeister vermutet, Karl habe damit vor allem Ruhe einfordern wollen: „Seid ruhig, lasst mich einfach Fußball spielen.“ Eine gezielte Spitze gegen Hoeneß, Eberl oder die Medien hält Matthäus nach eigener Einschätzung nicht für wahrscheinlich. Karl wolle vermutlich einfach sein Leben leben und sich auf den Fußball konzentrieren.
Zuletzt war der junge Bayern-Spieler auch wegen seines Auftretens abseits des Platzes diskutiert worden. Matthäus verwies darauf, dass Karl erst 18 Jahre alt sei und einer jüngeren Generation angehöre. Kleidung in auffälligen Farben oder teure Accessoires könnten Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sagte er; durch soziale Medien werde heute zudem viel stärker verbreitet, was Fußballer tragen und tun.
Matthäus plädiert dafür, Karl intern anzusprechen, falls es im Verein tatsächlich Vorbehalte gebe. Zugleich solle man ihn vor allem Fußball spielen lassen. Entscheidend werde am Ende sein, was der Nachwuchsspieler auf dem Platz zeige, so Matthäus. Seine Deutung des Jubels bleibt eine Vermutung – Karl selbst wird in dem Bericht nicht mit einer Erklärung der Geste zitiert.
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