Pitbull: Vom schwierigen Start in Miami zum gefeierten Weltstar

Armando Christian Pérez
Pitbull, mit bürgerlichem Namen Armando Christian Pérez, kommt am Sonntag mit seiner «I'm Back»-Tour ins Zürcher Hallenstadion. Das Konzert ist laut Bericht seit März ausverkauft. Der Sänger zählt zu den erfolgreichsten Latin-Musikern seiner Generation – und erlebt mit der Tour erneut einen grossen Fan-Hype. Besonders auffällig: Viele Besucherinnen und Besucher erscheinen im typischen Pitbull-Look, mit Glatze, Bart, Fliegerbrille, weissem Hemd und Krawatte. Bei einem Auftritt im Londoner Hyde Park versammelten sich dem Bericht zufolge 70’000 Fans. 22’141 davon waren als Pitbull verkleidet. Damit wurde dort ein Weltrekord für die grösste Glatzkopf-Versammlung an einem Ort aufgestellt. Der Erfolg berührte den Musiker. «Das Einzige, woran ich gerade denken kann, ist, was meine Familie durchgemacht hat, damit ich ein freier Mensch sein kann», sagte er laut Bericht. Als Kind einer kubanischen Einwandererfamilie seinen Traum verfolgen zu können und mit Tausenden Fans auf einer Bühne zu stehen, sei unbezahlbar, erklärte er. Pérez wuchs in Miami unter schwierigen Bedingungen auf. In einem Interview mit «Billboard» beschrieb er die verschiedenen Quartiere, in denen er lebte, als eine Mischung aus guten und schlechten Gegenden. Meist sei er bei seiner alleinerziehenden Mutter gewesen. Über seinen Vater sagte er, dieser habe ihm zwar vieles vorgelebt, was er selbst nicht tun sollte, ihm aber auch Intuition und Charisma mitgegeben. Laut dem Bericht waren beide Eltern drogensüchtig. Als Pitbull in der zweiten Klasse war, kam er für mehrere Monate zu einer Pflegefamilie nach Georgia. Dort habe er erstmals Normalität und feste Strukturen erlebt. Später geriet er nach eigenen Angaben in problematische Kreise und dealte mit Drogen. Als seine Mutter davon erfuhr, schickte sie ihn mit 17 aus dem Haus. Ihre klare Ansage wurde für ihn zum Weckruf: Er sollte sich überlegen, was er mit seinem Leben anfangen wollte.
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