Till Lindemann trauert um seine Mutter Gitta: „Mit diesem Mann wäre ich gerne befreundet“

Rammstein-Sänger Till Lindemann muss Abschied von seiner Mutter nehmen. Brigitte Hildegard Lindemann, die Gitta genannt wurde, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Wie ihre Familie dem NDR bestätigte, starb sie am Samstag. Die Journalistin und Schriftstellerin lebte bis zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
In den letzten Wochen ihres Lebens war ihr Sohn an ihrer Seite. Mutter und Sohn hatten Anfang Oktober gemeinsam eine Veranstaltung in der Rostocker Kunsthalle besuchen wollen, die an den 100. Geburtstag von Tills verstorbenem Vater Werner Lindemann erinnerte. Gitta war jedoch bereits zu krank, um daran teilzunehmen. Auch Till sagte ab und blieb bei seiner Mutter. Wenige Wochen später starb sie.
Noch im vergangenen Jahr begleitete Gitta ihren Sohn zu einem öffentlichen Termin: Am 25. Oktober 2025 besuchten die beiden den Leipziger Opernball. Ihre Verbundenheit hatte sie auch in ihrem 2023 veröffentlichten Buch „Meine Fensterplätze“ festgehalten. Darin widmete sie Till eine persönliche Liebeserklärung und schrieb: „Wenn ich nicht zufällig seine Mutter wäre, mit diesem Mann wäre ich gerne befreundet.“ Besonders schätzte sie seine fürsorgliche Seite. Sie erzählte etwa, wie er seine Großmutter im Rollstuhl zum Weihnachtsessen abholte und ihr beim Essen half.
Auch Tills Musik gefiel seiner Mutter. Rammstein-Konzerte habe sie gerne besucht, sagte sie 2019 der „Ostsee-Zeitung“: „Ich find’ die Konzerte geil. Diese ganze Atmosphäre. Das hat doch was von Operninszenierungen.“ Ihre Begeisterung für Literatur behielt Gitta ebenfalls bis ins hohe Alter. Erst im Frühjahr 2026 stellte sie bei der Leipziger Buchmesse ihren Gedichtband „Lautlos“ vor.
Gitta Lindemann wurde am 11. April 1939 in Dresden geboren. Sie arbeitete als Journalistin und leitete von 1992 bis 2002 die Kulturredaktion des NDR in Schwerin. Mit Werner Lindemann hatte sie zwei Kinder: Till und dessen jüngere Schwester Saskia. Zuletzt lebte sie in einem kleinen Dorf in Nordwestmecklenburg.
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