Wiener Übersetzerin Maria wehrt sich gegen Mobbing nach Streit um Sozialbetrug

Maria
Maria wollte Menschen aus Rumänien dabei helfen, in Österreich anzukommen. Die 45-Jährige lebt seit vielen Jahren in Wien und unterstützt Landsleute als Übersetzerin bei Behördengängen, Anträgen und anderen administrativen Aufgaben. Nun berichtet sie, dass ihr Engagement heftige Anfeindungen ausgelöst habe. Wie sie gegenüber „Heute“ schildert, werde sie auf TikTok und Facebook verspottet, beleidigt und wegen ihres Aussehens angegriffen. Auch Drohungen habe es gegeben. Auslöser sei ihre Haltung zu möglichen Fällen von Sozialleistungsbetrug: Maria sagt, sie wolle Menschen dabei unterstützen, Arbeit zu finden und die österreichischen Regeln einzuhalten – bei Täuschungen wolle sie nicht mitwirken. Nach ihrer Darstellung sei sie aufgefordert worden, falsche Lebensläufe zu erstellen. Als sie sich geweigert habe, habe ein Mann ihr körperliche Gewalt angedroht, falls sie bestimmte Personen beim AMS melde. Maria sagt, sie wolle andere lediglich auf einen ordentlichen Weg bringen. Zugleich macht sie deutlich, dass sie ihre Hilfe nicht Menschen anbieten möchte, die ihrer Ansicht nach bewusst nicht arbeiten wollen. Besonders nahe gingen ihr die persönlichen Angriffe im Netz. Wegen ihres Gewichts werde sie mit einer bekannten Zeichentrickfigur verglichen; außerdem würden Nutzerinnen und Nutzer sie nachahmen und beleidigende Inhalte verbreiten. Maria beschreibt das als gezieltes Mobbing und als Versuch, ihren Ruf in der rumänischen Community zu beschädigen. Die Wienerin hat nach eigenen Angaben inzwischen die zuständigen Behörden eingeschaltet. Sie fragt, ob man in Österreich tatsächlich Angst haben müsse, wenn man sich weigere, möglichen Betrug zulasten des AMS oder des Sozialstaats zu unterstützen. Trotz der Belastung wolle sie ihre Arbeit fortsetzen, ziehe aber eine klare Grenze: Sie möchte weiterhin Menschen helfen, die sich ehrlich in Österreich eine Zukunft aufbauen wollen.
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