Yasin Mohamed verurteilt: Gericht sieht Nein nach „Love Island VIP“-Dreharbeiten übergangen

Reality-TV-Darsteller Yasin Mohamed ist vom Amtsgericht München zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sah es laut den Berichten als erwiesen an, dass er seine damalige Mitstreiterin Sophie Imelmann nach Dreharbeiten zu „Love Island VIP“ in einem Hotelzimmer in Griechenland gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen hatte. Mohameds Verteidigung kündigte Rechtsmittel an.
Zusätzlich ordnete das Gericht 200 Stunden gemeinnützige Arbeit und eine dreijährige Bewährungszeit an. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und acht Monate Haft gefordert, während die Verteidigung einen Freispruch beantragte. Die Richterin stellte bei der Urteilsverkündung laut „tz“ klar, es habe sich um einen Übergriff gehandelt. Das Gericht sei überzeugt, Mohamed habe ein deutliches Nein gehört und verstanden, sich aber darüber hinweggesetzt.
Der Vorfall soll sich im Sommer 2024 ereignet haben. Mohamed und Imelmann hatten sich in der Dating-Show kennengelernt und die Sendung gemeinsam als Paar verlassen. Nach einem Streit seien sie zunächst in getrennte Hotelzimmer gegangen. Imelmann habe später Mohameds Zimmer aufgesucht, um die Auseinandersetzung zu klären. Dort habe es zunächst einvernehmliche Küsse und körperliche Nähe gegeben. Geschlechtsverkehr habe sie jedoch abgelehnt, schilderte sie vor Gericht. Trotzdem sei Mohamed zweimal ohne Kondom in sie eingedrungen, berichtete die „tz“.
Mohamed bestritt die Vorwürfe. Seine Verteidigung erklärte, er habe die Situation als einvernehmlich verstanden. Das Gericht beschrieb den Fall als „stark untypisch“ und verwies auf ein ambivalentes Geschehen im Zusammenhang mit einer möglichen Beziehung. Zugleich betonte es, dass ein Nein zu respektieren sei und Zustimmung zu einer Handlung nicht automatisch Zustimmung zu weiteren bedeute.
Die Verteidigung stellte Imelmanns Verhalten infrage und warf ihr eine Medieninszenierung vor. Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen, ihre Aussagen seien über längere Zeit konstant geblieben. Nach dem Urteil brach Imelmann im Gerichtssaal in Tränen aus. Sie sagte dem „Berliner Kurier“, sie sei erleichtert und zugleich am Ende ihrer Kräfte. Mohameds Anwälte kündigten unmittelbar an, gegen das Urteil vorzugehen.
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