Donald Trump kämpft im Wahlkampf-Marathon um die Mehrheit im Kongress

Donald Trump legte sich vor den US-Kongresszwischenwahlen noch einmal kräftig ins Zeug: In 23 Tagen absolvierte der Präsident laut dem Bericht 26 Wahlkampfauftritte. Damit wollte er seine Republikaner vor einer Niederlage bewahren, die ihnen die Kontrolle über den Kongress kosten könnte. Umfragen deuteten auf eine mögliche starke Welle zugunsten der Demokraten hin.
Bei den Midterms standen sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 Mandate im Senat zur Wahl. Außerdem ging es um 36 Gouverneursposten und zahlreiche kommunale Ämter. Für Trump war die Abstimmung damit auch ein Stimmungstest für seine Präsidentschaft. Sollten die Republikaner ihre Mehrheit verlieren, könnten ihnen parlamentarische Untersuchungen drohen, darunter auch Ausschüsse zu möglichen Korruptionsvorwürfen.
Der Präsident wirkte bei seinem Wahlkampfmarathon zeitweise erschöpft. Nach seinem letzten Auftritt in Kansas verabschiedete er sich mit den Worten, er müsse den Laden dichtmachen und etwas schlafen. Einige Tage zuvor habe er sich die Augen mit einem feuchten Tuch abgetupft, um wach zu bleiben, heißt es in dem Artikel.
Auch inhaltlich sorgte Trump bei den Auftritten für Schlagzeilen. Er sprach über Männerkörper, begnadigte Verurteilte auf der Bühne und lobte einen Mann, der einen Demonstranten geschlagen hatte. Zudem stellte er einen Bonus von 5.000 Dollar in Aussicht, der nur im Fall eines Sieges der Republikaner ausgezahlt werden sollte. Bei einem weiteren Auftritt habe er sich ausführlich mit Rasenmähern beschäftigt.
Der Bericht verweist auf Umfragen, denen zufolge Trumps Zustimmungswerte bei 39 Prozent lagen. Zugleich schnitten die Demokraten in mehreren Erhebungen besser ab, obwohl ihr eigenes Ansehen ebenfalls schwach war. Sie hofften demnach auf Erfolge in republikanisch geprägten Staaten wie Texas, Alaska und Kansas. Ob Trumps energischer Endspurt die eigene Basis ausreichend mobilisieren konnte, blieb vor der Wahl offen.
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