Eric Dane: Erst eine falsche Diagnose, dann die erschütternde ALS-Gewissheit

Monatelang suchte Eric Dane nach einer Erklärung für die Beschwerden, die seine rechte Hand zunehmend beeinträchtigten. In seiner posthum erscheinenden Autobiografie „Die angezählten Tage“ schildert der Schauspieler, wie zunächst eine behandelbare Erkrankung vermutet wurde – und wie sich diese Hoffnung zerschlug. Dane, der im Februar an den Folgen von ALS starb, beschreibt die Zeit bis zur endgültigen Diagnose als eine Phase zwischen Zuversicht und Angst.
Am 7. Januar 2024 saß er nach eigener Darstellung mit seinen Kindern beim Sushi-Essen, als er die Stäbchen in der rechten Hand nicht mehr richtig bewegen konnte. Seine Finger kribbelten und fühlten sich taub an. Zunächst hielt er die Beschwerden für eine Folge davon, dass er zu viele Nachrichten geschrieben hatte. Einige Wochen später konnte er die Stäbchen gar nicht mehr festhalten. Er versuchte sich zu beruhigen: „Alles wird gut.“ Doch die Einschränkungen nahmen weiter zu.
Es folgte eine Reihe von Arztbesuchen. Laut seinen Erinnerungen diagnostizierten Mediziner zunächst eine multifokale motorische Neuropathie, eine seltene, aber behandelbare Autoimmunerkrankung. Die Aussicht auf eine Behandlung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit helfen sollte, gab Dane Hoffnung. Doch sie schlug bei ihm nicht an, und die Kraft seiner rechten Hand kehrte nicht zurück.
Schließlich sprach sein Hausarzt die Möglichkeit von ALS an. Dane schreibt, die Worte, man habe diese Erkrankung in Betracht gezogen, hätten ihn tief getroffen. Eine sichere Diagnose gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht; zunächst sollte weiter abgewartet werden.
Am 21. November 2024 erhielt Dane bei einem Neurologen in San Francisco schließlich Gewissheit. Sein Bruder Sean und sein Cousin Mark waren bei ihm, als der Arzt die Diagnose aussprach. In seinem Buch beschreibt Dane den Moment als Schock und berichtet von der Bestürzung seiner Angehörigen. Die Autobiografie gibt Einblick in die Monate, in denen der „Grey’s Anatomy“-Star auf eine Erklärung hoffte – und sich schließlich mit der schweren Erkrankung auseinandersetzen musste.
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