Jorge Jesus bedauert Ronaldos Rücktritt: „Ich hätte ihn gern an meiner Seite gehabt“

Jorge Jesus hätte Cristiano Ronaldo gern weiter im portugiesischen Nationalteam gesehen. Einen Monat nach dem Zerwürfnis mit dem Stürmer sprach der Trainer im portugiesischen Fernsehen über dessen Abschied und darüber, wie schwer ihm Ronaldos Entscheidung fällt. Er müsse sie akzeptieren, sagte Jesus – auch wenn er sich eine andere Entwicklung gewünscht hätte.
Laut dem Coach hatte er mit Ronaldo bereits vor dessen erstem Aufgebot über die Zukunft gesprochen. Damals habe er den 41-Jährigen gebeten, weiterzumachen: „Ich brauchte ihn an meiner Seite.“ Inzwischen sei klar, dass es kein Zurück gebe. Ronaldo werde für den portugiesischen Fußball dennoch immer ein wichtiger Bezugspunkt bleiben.
Der Konflikt war Ende September eskaliert. Beim Nations-League-Spiel gegen Norwegen, das Portugal 2:1 gewann, sass der Rekordtorschütze zunächst auf der Bank. Als er auch für die Partie gegen Dänemark nicht in der Startelf vorgesehen war, verliess Ronaldo laut dem Bericht über Nacht das Teamquartier in Kopenhagen und flog nach Madrid.
Danach erhob er Vorwürfe gegen Jesus. Die beiden hatten zuvor bei Al-Nassr in Saudi-Arabien zusammengearbeitet. Ronaldo entschuldigte sich später, und Verbandspräsident Pedro Proença versuchte zu vermitteln. Am Donnerstag verkündete der Stürmer in einem Instagram-Video seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft: „Heute geht meine Reise mit der Nationalmannschaft zu Ende.“
Ronaldo bestritt in 23 Jahren 234 Länderspiele und erzielte 146 Tore. 2016 wurde er mit Portugal Europameister. Trotz des Zerwürfnisses stellt Jesus ihn weiterhin als Vorbild für den Nachwuchs heraus. In einem Auditorium habe er ein grosses Bild des Spielers aufhängen lassen, damit junge Akteure ihn vor Augen hätten, sagte der Trainer im Gespräch mit Canal 11.
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