René Benko wird im Schweizer Film zur Figur einer ganzen Geschäftswelt

René Benko
Ein Film nimmt René Benko nicht einfach als Vorlage für eine möglichst genaue Nachahmung. «Benko – Size Does Matter» erzählt fiktional vom Aufstieg des österreichischen Unternehmers und von einer Welt, die an ihn glaubte – und von der Welt, an die er glaubte. Das Werk richtet den Blick damit nicht nur auf eine einzelne Person, sondern auch auf das Umfeld, das seinen Erfolg möglich erscheinen ließ. Für die Rolle wurde der österreichische Schauspieler und Kabarettist Thomas Stipsits ausgewählt. Äußerlich sehe er Benko nicht besonders ähnlich, heißt es in der Filmbeschreibung. Gerade das sei jedoch kein Problem: Der Film wolle Benkos Leben nicht imitieren, sondern ihn und seine öffentliche Wirkung filmisch übersetzen. Benko sei bei öffentlichen Auftritten häufig verschlossen gewesen, so die Beschreibung. Stipsits soll deshalb nicht bloß Ähnlichkeit herstellen, sondern eine Figur gestalten, die etwas von Benkos Auftreten und der Faszination rund um seinen Aufstieg einfängt. Das Ergebnis ist ausdrücklich kein dokumentarisches Porträt, sondern ein Spielfilm, der mit erfundenen Szenen arbeitet. Der Titel «Size Does Matter» deutet bereits an, dass es um mehr geht als um eine einzelne Biografie: um Größe, Einfluss und die Vorstellungskraft einer Geschäftswelt, die Benko und sein Projekt lange begleitete. Wie nah die filmische Version an der öffentlichen Wahrnehmung des Unternehmers liegt, können Zuschauerinnen und Zuschauer selbst beurteilen. Die Produktion setzt jedenfalls auf eine eigene Deutung statt auf eine äußerliche Kopie.
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Was wir bisher wissen

Der österreichische Immobilienunternehmer René Benko steht laut Berichten nach dem Zusammenbruch seines Signa-Imperiums erneut vor Gericht; ihm werden schwerer Betrug und betrügerische Krida vorgeworfen. Zugleich macht ihn ein Schweizer Film zur fiktionalen Figur einer Geschäftswelt, die an seinen Aufstieg glaubte.